Die Lombardei schließt sich dem EU-Projekt Biogasmax an
Beim vorigen Führungsausschuss Ende Januar 2008 in Bern freuten sich die Biogasmax-Partner darüber, die Region Lombardei als neuen Projektpartner mit aufzunehmen. Diese stark industialisierte Region, die demzufolge auch ein Großverbraucher von Kraftstoffen ist, hat frühzeitig erkannt, dass Erdgas und Biomethan die Kraftstoffe der – nahen – Zukunft sind. Man wartet jetzt auf die Industrialisierung der Wasserstoff-Schiene“. Interessant dabei ist die Fesstellung, dass heutzutage ein Biomethanisierungsprojekt aufgrund politischer Initiativen zur Unterstützung umweltverträglicher Produktionsvorgänge zustande kommt, und als umwelt- bzw. energiepolitisch strategische Wahl vorgestellt werden kann.
Bisher konnten sich Biomethanisierungsprokekte auf Initiative von lokalen Technikern und gewählten Vertretern vervielfachen. Diese Beteiligten sehen die Biogas-Lösung als Antwort auf Kernprobleme, die in die kommunale Zuständigkeit fallen, wie etwa die Behandlung städticher Abfälle oder der öffentliche Verkehr. So konnten Städte wie Bern oder Lille die stadtbetriebliche Wirtschaftlichkeit eines Biomethanisierungsprojektes beweisen.
Was hier auffällt, ist dass heutzutage politische Entscheidungsträger die Initiative für derartige Projekte direkt ergreifen. Selbst wenn beispielsweise die städtische Abfallentsorgung und der öffentliche Verkehr nicht in den Kompetenzbereich der Region Lombardei fallen, kommt es der Region zu, bei energie- bzw. umweltpolitischen Fragen zu entscheiden. Ihre Stellungnahme ist klar genug: auch wenn man die Hoffnung hegen kann, dass mittel- bzw. langfristig Wasserstoff DIE Lösung darstellen wird, so soll esbis dahin zwangsweise über Erdgas und Biomethan(ol) gehen. Aus diesem Grunde hat sich die Lombardei mit den nötigen Mitteln ausgestattet: zwischen 2006 und 2007 bestanden bereits 24 Anlagen zur Biomethanisierung, 80 sind im Bau und die Region hat schon 30 Mio € zur Finanzierung von Biogaserzeugungsprojekten freigegeben.
Verbindliche Mechanismen (seit 2006 muss jede neue Tankstelle in der Lage sein, Gas anzubieten, bevor sie die Öffnungszulassung bekommt) sowie Anreize (im Januar2008 wurde ein „Ökopaß“- eine Art „Transportscheck“ - für Verkehrsteilnehmer eingesetzt) begleiten diese umweltpolitischen Maßnahmen, die es begriffen haben, dass für die Verteiler ein geeignetes Angebot wesentlich ist, um sowohl die Verkehrsteilnehmer wie die Transporteure bzw. Autobauer zu überzeugen und mal endlich aus dem Ei / Henne-Teufelskreis herauszukommen: wenn keine (gasangetriebenen) Fahrzeuge, dann kein Verteilungsnetz, wenn keine Verteilung, dann keine Erzeugung ... und wenn keine Erzeugung, dann keine geeigneten Fahrzeuge !














Subscribe