17/04/2008

Göteborg : auf dem Wege zur Vergasung der Holzabfälle

gobigas

Göteborg leitet mehrere Projekte zur Entwicklung der Biomethan-Anwendung und insbesondere zur Biogasnutzung. Sehr aktiv und engagiert im Erfahrungsaustausch des EU-Projektes Biogasmax, setzt sich unser Partner nunmehr zur Verstärkung seiner Biomethanerzeugung ins „BioBiGas“ (Vergasung von Holzabfällen) entschieden ein. Darüber hinaus kennzeichnet sich das umweltpolitische Engagement der Stadt aus durch die Schaffung des „Göteborger Preis für nachhaltige Entwicklung“, der dieses Jahr an Al Gore für seinen Einsatz im Kampf gegen die Klima-Erwärmung erteilt wurde.


Schweden entwickelt seit langem eine zielstrebige Energie- und Umweltpolitik, die auf eine vollständige Unabhängigkeit gegenüber fossilen Brenn- bzw. Kraftstoffen bis 2050 abzielt.


Unsere schwedischen Partner waren in puncto Biomethan- Kraftstoff bereits sehr fortgeschritten, als sie sich dem EU-Projekt Biogasmax angeschlossen haben. Da sie sich entschieden hatten, diesen Kraftstoff für alle Fahrzeugtypen zu entwickeln, galt es nunmehr, die Biogas-Erzeugung zur Deckung einer ständig wachsenden Nachfrage zu steigern. Heute ist Schweden gerade dabei, sich mit der größten Anlage zur Vergasung von Holzabfällen („GoBiGas“, Göthenburg Biomass Gasification Plant) auszustatten, um durch die Entwicklung der dual fuel-Technik (Gas + flüssiger Kraftstoff) den Bedarf eines anpassungswilligen Automobilmarktes zu decken.


Gleichzeitig mit großen Investitionaufwänden in technische Aspekte zeichnete die Stadt Göteborg ihren starken Einsatz für die Umwelt aus mit der Schaffung des „Göteborger Preis für Nachhaltige Entwicklung“. Da das Komitee für den Nobelpreis die Schaffung eines Sonderpreises für die Umwelt ablehnte, ergriff die Stadt Göteborg vor 8 Jahren die Initiative. Dieses Jahr hat Göran Johansson, der Präsident des Stadtrates und des Komitees für den Göteborger Preis, die Auszeichnung dem Nobelpreisträger 2007, Al Gore, erteilt, für seinen entschiedenen Einsatz in der Klima-Krise, die zum Grossteil durch CO2-Emissionnen verursacht wurde.

 

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