18/03/2008

Wachsendes Interesse für Biomethan in Großbritannien

drapeau anglais

Großbritannien zeigt ein wachsendes Interesse für die Biomethanisierung und den Verbrauch des Biomethans als Kraftstoff. Dieses erneuerbare „Erdgas“ weckt bereits die gesamte Aufmerksamkeit der politischen Behörden Großbritanniens. Englische, um Erdgas und erneuerbare Energien bemühte Vereine, die von John Baldwin (Direktor von CNG Services Ltd) unterstützt sind, hegen die Hoffnung, für dieses „grüne“ Gas die gleichen finanziellen Bedingungen zu bekommen wie die für die „grüne“ Elektrizität. Im Übrigen freuten wir uns anläßlich des Tages der Biogasmax-Freunde einen wissenschaftlichen Beobachter aus der Exeter-Universität empfangen zu dürfen. Darüber hinaus warb am 3. März 2008 ein von CENEX in London veranstalteter Konferenztag für die Biomethanisierung organischer städtischer Abfälle, mit dem Ziel, die Herstellung eines sauberen Kraftstoffes zu fördern.


Seit den Jahren 2005-2006 hat sich Großbritannien mit 6 neuen Biomethanisierungsanlagen ausgestattet, und steigerte somit seine Kapazitäten um 100%. Seit 2007 befinden sich zwei neue Anlagen im Bau und neue, biogasmaxbezogene Projekte lassen ähnliche Ausbau-Möglichkeiten wie in Deutschland vorsehen.

Joan Ruddock, britischer Minister für nachhaltigen Verbrauch und nachhaltige Herstellung, erkläte vor kurzem, dass sein Departement die anaerobe Verdauung für die beste Technologie zur Behandlung organischer Abfälle halte. Schließlich zeigen bestimmte Studien, dass die Umwandlung vom rohen Biogas in Biomethan keine hohen Energiekosten verursacht, und dass der Einspeisung des Biomethans ins Erdgasnetz reglementarisch nichts im Wege steht.

Der britische Verein für Gashandel und –industrie (Gas Industry Trade Association) hat sich mit der NGVA Europ (Natural Gas Vehicle Association) und dem Verein für Erneuerbare Energie (Renewable Energy Association) verbündet, um dieses erneuerbare Gas zu fördern und die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand zu erhalten, wobei sie für Biomethan die gleichen Bedingungen fordern wie für die grüne Elektrizität, und dadurch die Möglichkeit erlangen, spezielle Tarife für „grünes“ Gas anzubieten. John Baldwin, Direktor von CNG Services Ltd, unterstützt diese Kampagne und bringt dabei zur Geltung, dass die Herstellung von Biomethan die Lösung vieler Probleme ermöglicht: Recycling der Abfälle, Reduzierung der globalen Erderwärmung und Senkung der Importe fossiler Brennstoffe.

Um vom großen Potenzial des Biomethans zu zeugen, erwähnte John Baldwin die Experimente der Biogasmax-Partner, beispielsweise die von Schweden, Österreich und Schweiz, sowie die der Stadtgemeinde LILLE, die sich mit einer Verwertungsanlage für organische Abfälle und biomethangetriebenen Bussen ausgestattet hat. Im Ablauf des am 30.01.08 in Bern veranstalteten Tages der Biogasmax-Freunde konnten die Projekt-Partner das Interesse der Briten anhand des Vortrages des jungen Forschers Herrn Doktor Ulf Winkler wahrnehmen, der an der Auswertung der best practices in puncto städtischer Verkehr arbeitet.

Am 3.3.08 veranstaltete Cenex in Zusammenarbeit mit NGVA Europ (Natural Gas Vehicle Assocation) und Environmental Protection UK einen Konferenztag in London (Devonport House, Greenwich). Dabei ging es darum, die bei umweltpolitischen Fragen positiven Wechselwirkungen der Biomethanisierung zur Geltung zu bringen, welche einerseits die Lösung zur Behandlung der organischen Stadtabfälle und andererseits eine Alternative zur notwendigen Steigerung des Biokraftsoff-Anteils im Gesamtverbrauch darstellt.

 

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