15/01/2008

Das Label « Bio » des Biomethankraftstoffes.

nuage

Der Kraftstoff Biomethan ist ein Kraftstoff der ersten Generation der weiterhin sein Label „Bio“ beibehält. Durch Methanisierung von organischem Städteabfall hergestellt, hat er keinerlei Auswirkung auf für Ernährung bestimmte Landwirtschaftsgebiete, bringt keine Luft- oder Wasserverschmutzung mit sich und weist bei richtiger Verwendung eine sehr positive Energiebilanz auf. Schätzungen zufolge könnte der Anteil von Biomethan am globalen Kraftstoffverbrauch bei 20% liegen. Es gibt also ausreichend Gründe, den Kraftstoff Biomethan im Rahmen der europäischen Energie-Politik zu verteidigen, die zu Gunsten einer grösseren Vielfalt die Anzahl der alternativen Kraftstoffe zu verstärken sucht.


Nach einigen Jahren Erfahrung mit Biokraftstoffen können die landwirtschaftlichen Kraftstoffe nicht mehr als DIE Lösung zur Reduzierung von fossilen Kraftstoffen bzw. Verringerung des Treibhauseffektes gelten. Ihre intensive Produktion führt zu sozialen, Umwelt- und Energieproblemen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch ungelöst sind.

Heutzutage unterstützt die EU die vielfältigen Verwendung der Biokraftstoffe sowie die Entwicklung von Biokraftstoffen der zweiten Generation. Letztere werden aus jeglicher Biomasse gewonnen und ermöglichen das Weiterverwerten von Ölrückständen aller organischer Produkte. Sie entlasten auf diese Weise die der Ernährung gewidmeten Agrargebiete.


Das Verfahren zur Umwandlung von Biomasse in flüssige Biokraftstoffe (Biomass To Liquid - BtL) ist jedoch noch lange nicht reif. Große Investitionen sind in punkto FuE weiterhin notwendig und der Prozess wird erst in etwa 10 Jahren auf den Markt kommen können.

Bis dahin sind Biomethan keine Grenzen gesetzt; er kann auf seinen "Bio" - Titel bestehen und bis zu 20% des Kraftstofferbrauchs im Strassenverkehr liefern.

Desweiteren ist das Biomethanisierungsverfahren nicht besonders kompliziert, was seine rasche Produktionsentwicklung erleichtern sollte. Letztendlich bleibt sein Potenzial sehr groß: Es werden technische Entwicklungen erwartet, um mehr zu produzieren, besser zu sammeln und den Bioabfall effizienter zu verwerten, und dies beispielsweise durch Verbesserung der Anlagen und durch Verminderung des Treibstoffverbrauchs von ständig leistungsfähigeren Fahrzeugen.

 

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